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H o m e

 Vom Gulden zum Euro                                               zurück
Währungsgeschichte Rödelheims philatelistisch dokumentiert

Herrschaftsbezirk: Landkreis Wiesbaden
Zeitabschnitt: 1872-1875
Posthoheit: Deutsche Reichspost
Währung: Gulden / Kreuzer, Taler / Silbergroschen

Brustschilde in verschiedenen Währungen
Mit der Gründung des Deutschen Reiches ab 1.1.1872 vereinigten sich auch die verschiedenen Währungsgebiete. In Rödelheim konnten sowohl Briefmarken in Taler- als auch in Gulden-Währung verwendet werden. 1 Taler entsprach 30 Groschen, 1 Gulden entsprach 60 Kreuzern.


 

Verfälschte Marke; aus kleinem wurde großes Brustschild gemacht. Gulden / Kreuzer-Währung
 

Brief vom 21.1.1873 an die Gräfl. Solms-Rödelheimsche Rentkammer in Assenheim. Nachverwendeter Thurn & Taxis-Einkreisstempel "RODELHEIM" auf 1 Groschen gr. Brustschild.

Herrschaftsbezirk: Landkreis Wiesbaden, ab 1885 Stadt Rödelheim im Landkreis Frankfurt
Zeitabschnitt: ab 1875
Posthoheit: Deutsche Reichspost
Währung: Reichsmark / Pfennig(e)

Wer die Pfennige nicht ehrt, ist der Mark nicht Wert
Am 1.1.1875 wurde die Reichsmark in Deutschland eingeführt. 1 Reichsmark entsprach 100 Pfennigen, die alten krummen Währungen verschwanden.
Ursprünglich lautete der Währungsaufdruck auf Briefmarken nach Einführung der Reichsmark Pfennige, ab 1880 standen Pfennig zu Buche.


 

Brief aus dem Jahr 1876 nach Davos
 

Brief aus dem Jahr 1888 an Clemens von Stumpf- Brentano, Urenkel des Georg Brentano

Herrschaftsbezirk: Stadt Rödelheim im Landkreis Frankfurt
Zeitabschnitt: ab 1889 -1899
Posthoheit: Reichspost
Währung: Reichsmark / Pfennig(e)

Reichspost Krone/Adler
Während auf der Krone-Ausgabe noch die Angabe "PFENNIG" prangte, musste sich der Adler mit einem "PF." begnügen.

Aus der "DEUTSCHEN REICHSPOST" wurde schlicht "REICHSPOST".

Bis 1897 wurde in Rödelheim ein Ein-Ringstempel verwendet, ab dann waren Zwei-Ringstempel üblich.

Herrschaftsbezirk: Frankfurt-Rödelheim
Zeitabschnitt: ab 1873 -1918
Posthoheit: Reichspost
Währung: Reichsmark / Pfennig(e)

Die Münzen des Kaiserreiches
Reichspfennig und Reichsmark im Deutschen Kaiserreich wurden 1873 eingeführt.
Unterschiede zwischen den älteren und den jüngeren Prägungen ist die Größe des Adlers auf der Rückseite.


 

1 Pfennig, Cu, 1873-1889
10 Pfennig, Cu-Ni, 1873-1889, "Alter" kleiner Adler
50 Pfenning, Ag, 1875-1877
1 Mark, Ag, 1873-1887 (von links nach rechts)
 

2 Pfennig, Cu, 1904-1916
25 Pfennig, Ni, 1909-1912, "Neuer" großer Adler
1/2 Mark, 1905-1919
1 Mark, 1891-1916 (von links nach rechts)

Herrschaftsbezirk: Stadt Rödelheim ab 1910 Eingemeindung nach Frankfurt
Zeitabschnitt: 01.01.1900 bis 1922
Posthoheit: Reichspost ab 1902 Deutsches Reich
Währung: Reichsmark / Pfennig

Die "Germania"-Ausgabe
Die Germania-Ausgabe ist die wohl langlebigste und variantenreichste deutsche Briefmarkenausgabe.

Bei den Pfennigwerten erschien keine Währungsangabe mehr, nur bei den Mark-Werten ab 1920 erfolgte der Aufdruck "M" neben dem Wert.


 

Sonderpostkarte zur Jahrhundertwende mit Ersttagsstempel 1.1.00
 


 

Briefstück mit Letzttagsstempel "Rödelheim" vom 31.3.1910

Stempel Frankfurt (Main) -Rödelheim nach Eingemeindung (DFUTSCHES REICH)

Herrschaftsbezirk: Frankfurt-Rödelheim
Zeitabschnitt: 1914-1918
Posthoheit: Deutsches Reich
Währung: Reichsmark / Pfennig

Feldpost im ersten Weltkrieg

Postsendungen an die Soldaten an der Front oder im Lazarett waren von Gebühren befreit. Deshalb findet man nur den Ortsstempel.
Da die Empfänger im Feld nicht aufzufinden waren oder gar ihr Leben gelassen hatten, gab es sehr viele Rückläufe.

Herrschaftsbezirk: Frankfurt-Rödelheim
Zeitabschnitt: 1920-1923
Posthoheit: Deutsches Reich
Währung: Reichsmark / Pfennig

Vom Pfennigfuchser zum Multimilliardär
Nach dem verlorenen Weltkrieg wurde Deutschland zur Republik. Dem neuen Staat wurden große Reparationszahlungen auferlegt. Der Staat druckte neues Geld um diese zu befriedigen, der Geldwert schrumpfte. Die Inflation beschleunigte sich zunehmend.

Seine gesamten Kriegsschulden in Höhe von 164 Milliarden Mark entsprachen bei der Währungsumstellung am 15. November 1923 gerade einmal 16,4 Pfennig.


 

Inflationsgeld: Aus 1000 Mark wurden in einem Jahr 1 Milliarde Mark
 


 

200 Mark, Al, 1923
 

500 Mark, Al, 1923

Edelmetalle waren in der Nachkriegszeit rar. Die Münzen bestanden aus Al, Fe und Zn, waren gegenüber Papiergeld jedoch selten anzutreffen.

Herrschaftsbezirk: Frankfurt-Rödelheim
Zeitabschnitt: 1.12.1923 bis Okt. / Nov. 1924
Posthoheit: Deutsches Reich
Währung: Rentenmark

Rentenmark
Mit der Errichtung einer Deutschen Rentenbank leitete die Reichsregierung Mitte Oktober 1923 die Rückkehr zu einer stabilen Währung ein.

Da das Deutsche Reich zur Deckung des Grundkapitals der Rentenbank nicht über genügend Goldvorräte verfügte, wurde der Grundbesitz von Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe mit einer Hypothek von 3,2 Milliarden Rentenmark belastet.

Die Rentenbank begann am 15. November 1923, die Rentenmark als neues Zahlungsmittel herauszugeben.


 

Die Ausgabe Ziffer auf Korbdeckelmuster erschien ohne Währungsbezeichnung. Bei der Ausgabe Reichsadler erschien ab dem Wert 10 die Angabe Pf.
 

2 Rentenpfennig Cu, 1923-24
50 Rentenpfennig Cu-Al, 1923-24
1 Rentenmark Ag, 1924-25
3 Rentenmark Ag, 1924-25 (von links nach rechts)

Herrschaftsbezirk: Frankfurt-Rödelheim
Zeitabschnitt: 1925 bis 1933
Posthoheit: Deutsches Reich
Währung: Reichsmark / Pfennig

Reichsmark
Die Rentenmark war nur als Übergangslösung zur Überwindung der Inflation eingeführt worden. Am 30. August 1924 wurde sie im Rahmen des Dawes-Plans von der Reichsmark abgelöst, die durch Gold und wertbeständige Devisen gedeckt war und die deutsche Währungsstabilität garantieren sollte.


 


 


 

Paul von Hindenburg wurde nach dem Tod von Friedrich Ebert am 26. April 1925 Reichspräsident. Trotz seiner monarchistischen Gesinnung leistete er den Eid auf die Weimarer Verfassung und wies monarchistische Bestrebungen zurück.

Herrschaftsbezirk: Frankfurt-Rödelheim
Zeitabschnitt: 1933 bis 1945
Posthoheit: Deutsches Reich, ab 1944 Großdeutsches Reich
Währung: Reichsmark / Pfennig

Nationalsozialistische Diktatur
Ab 1937 wurden für Sondermarken deftige Zuschläge fällig. Die Philatelisten beteiligten sich somit indirekt an der Finanzierung der Rüstungsprojekte und den Kriegsvorbereitungen.


 

Einschreibebrief von Rödelheim nach Rödelheim aus dem Jahr 1943
 

50 Pf. (Al), 1 RM (Ni), 2 RM (Ag), 5 RM (Ag, von links nach rechts)

Von 1933-1939 erschienen Münzen mit dem Motiv Adler. Ab 1935 war das Konterfei Hindenburgs auf der Rückseite. Ab 1936 Hakenkreuz mit Eichenlaub.